Ratgeber zum sicheren Umgang mit Werkzeugen

Bei der Lagerung und dem Arbeiten mit potenziell gefährlichen Werkzeugen ist Sicherheit das A und O!

Ein Moment der Unachtsamkeit – und schon kann es passiert sein: Der Hammer ist statt auf dem Nagel auf dem Daumen gelandet und beim Absägen der Äste rutscht die Säge ab und führt zu Verletzungen.

Was Sie tun können, um sich vor solchen Unfällen zu schützen und wie Sie Ihre Werkezuge sicher aufbewahren und mit ihnen arbeiten können, erfahren Sie in diesem kleinen Ratgeber.

Die gängigsten Werkzeuge und ihr Verletzungspotenzial

Schauen wir uns einmal einen durchschnittlich bestückten, für Haushalt und Handwerk geeigneten Werkzeugkoffer an, so wie man ihn im Geschäft kaufen oder auch in einem Online Shop bestellen kann, so findet man neben „harmlosen“ Gegenständen wie Schrauben, Muttern, Zangen, Schraubendreher, Knarrenkasten und Dübeln Werkzeuge, die bei unsachgemäßem Gebrauch ein mehr oder wenig großes Verletzungspotenzial in sich bergen.

Im Einzelnen zählen dazu:

Hämmer und andere schwere Werkzeuge

Ein Hammer kann nicht nur schwere Quetschungen an den Fingern hervorrufen, sondern auch zu schmerzhaften Verletzungen an den Füßen führen, wenn er einem versehentlich auf die nicht ausreichend geschützten Füße fällt.

Sägen und Scheren

Die Gefahren, die von Sägen und anderen spitzen Werkzeugen ausgehen, sind weniger die stumpfen Verletzungen, die Hämmer verursachen können, sondern Schnittwunden, die mitunter recht tief gehen und sofort behandelt werden müssen.

Klebstoffe, Lösungsmittel und Co

Vorsicht ist auch bei Klebern, Säuren und anderen flüssigen Stoffen geboten, denn bei Haut- oder Augenkontakt können sie schlimme Folgen wie Verätzungen und Verklebungen hervorbringen.

Um sich vor Unfällen und Verletzungen durch Werkzeuge und Werkstoffe zu schützen, sollten Sie daher unbedingt die folgenden Vorsorgemaßnahmen beachten.

Diese Schutzmaßnahmen sollten Sie ergreifen

Mit ein paar Schutzmaßnahmen können Sie dafür sorgen, dass Sie und Ihre Umgebung weitestgehend vor Verletzungen durch Werkzeuge und Werkstoffe geschützt sind:

Tragen Sie die passenden Arbeitshandschuhe

Je nachdem, welche Arbeit Sie verrichten, sollten Sie sich die entsprechenden Werkzeughandschuhe besorgen, wenn diese nicht ohnehin in einem Universal-Werkzeugkoffer oder -kasten schon mit enthalten sind.

Wenn Sie mit Motorsägen hantieren, sind starke Lederhandschuhe wichtig, die Ihre Hände sicher schützen.

Benutzen Sie Kleber und Lösungsmittel, müssen die Werkzeughandschuhe undurchlässig sein, um Verätzungen zu vermeiden.

Für Arbeiten, bei denen es mehr auf die Feinmotorik ankommt, können Sie mit schweren Handschuhen nichts anfangen, vielmehr benötigen Sie für solche Tätigkeiten dünne und flexible Stoffhandschuhe, die am besten eine Gummierung an den Handflächen aufweisen, damit Sie beim Arbeiten nicht abrutschen.

 Besorgen Sie sich bei Bedarf weitere Schutzbekleidung

 Bei besonders gefährlichen Arbeiten kann weiterer Schutz notwendig werden – etwa rutschfeste und besonders verstärkte Sicherheitsschuhe (falls der Hammer doch mal auf die Füße fällt) oder schnittfeste Schutzbekleidung (falls die Motorsäge abrutschen sollte).

Für bestimmte Arbeiten sind auch Schutzhelme (Arbeit am Bau), Schutzbrillen (Schweißen), Ohrenschützer (Lärm) und ein Mundschutz (giftige Dämpfe) vonnöten.

Worauf Sie beim Arbeiten mit Werkzeugen außerdem noch achthaben müssen

Die meisten Unfälle passieren aus Unachtsamkeit. Es lohnt sich nicht, schnell fertig werden zu wollen und deshalb hektisch und unkonzentriert an die Arbeit zu gehen.

Wichtig ist es auch, dass Sie Ihre Werkzeuge immer sicher verwahren, etwa in einem Werkzeugkoffer, einem Werkzeugschrank, einer Werkzeugwand oder einem Werkstattwagen. Wenn nichts herumliegt, können Sie auch nicht darüber stolpern!

Ein stabiler Werkstattwagen mit großer Arbeitsfläche kostet in der Anschaffung sicher mehr als das Aufstellen eines Tapeziertisches, aber dafür sind Sie dann auch davor geschützt, dass Ihre Arbeitsfläche unversehens unter den Lasten zusammenbricht!

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Kinder in der Nähe sind! Kleber und Lösungsmittel sowie Scheren, Sägen und Hämmer müssen unbedingt außer Reichweite aufbewahrt werden.

Und wenn Sie gerade mit der Motorsäge Ihre Hecke schneiden, wäre es auch eine gute Idee, wenn Ihr Hund Ihnen nicht ständig zwischen den Beinen herumspringt!

Wenn Sie all diese Schutzmaßnahmen beherzigen, sind Sie und eventuelle weitere Personen bestmöglichst vor gesundheitlichen Gefahren und Verletzungen geschützt. Sollte es trotz allem einmal zu einem hoffentlich nie eintretenden Unfall kommen, müssen Sie sich in solch einem Fall dann wenigstens keine schweren Vorwürfe machen, dass Sie die Sicherheitsvorkehrungen beim Umgang mit Ihrem Werkzeug vernachlässigt hätten.



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