Die Schraube

Wenn etwas fixiert und gehalten werden muss, dann kommt in den meisten Fällen eine Schraube zum Einsatz. Das Schöne an einer Schraube ist, dass wenn sie einmal eingedreht ist, mit wenig Aufwand auch wieder heraus gedreht werden kann. Anders als beim Kleben kann eine Befestigung so ohne größeren Schaden wieder rückgängig gemacht werden. In diesem Blog-Artikel werden wir uns nun einmal näher mit dem Thema Schraube beschäftigen. Unteranderem schauen wir uns an welche Arten es gibt, für was sie verwendet werden und ob sie in der Zukunft eventuell durch modernere Alternativen ersetzt werden.

Was für Schrauben gibt es?

In erster Linie unterscheiden wir zwischen Zwei Arten. Der Holzschraube und der Metallschraube. Die Holzschraube ist dabei leicht konisch und wird überwiegend für das Einschrauben in Holz verwendet. Beim Eindrehen schneidet sich die Holzschraube ihr eigenes Gegengewinde, wodurch ein passendes Gegenstück entfällt.

Die Metallschraube ist dagegen in den meisten Fällen zylindrisch geformt und wird in der Regel in ein Gegengewinde eingeschraubt. Dieses Gegengewinde befindet sich entweder bereits in Form eines Innengewindes im Bauteil oder besteht aus einer Mutter die auf der anderen Seite des Bauteiles auf die Schraube aufgeschraubt wird.

Schrauben, egal ob Holz- oder Metallschrauben, bestehen fast immer aus Metall. In seltenen Fällen kommen aber auch Schrauben aus Kunststoff zum Einsatz. Die Gewinde haben die Form einer geneigten Ebene, die wendelförmig um den Korpus verläuft. Infolge der Keilwirkung der geneigten Ebene wird beim Drehen der Schraube eine kleine Umfangskraft zu einer größeren Axialkraft verstärkt. Oder es wird eine große Bewegung am Umfang in eine kleine Axialbewegung umgewandelt.

Die Älteste: Archimedische Schraube

Die älteste uns bekannte Schraube ist die Archimedische Schraube. Nach aktuellem Forschungsstand ist sie schon im 7. Jahrhundert vor Christus zur Förderung von Wasser eingesetzt worden und hat so beispielsweise das erste Antike Weltwunder, die Hängenden Gärten von Babylon, mit Wasser versorgt.

In der Natur existieren Schraubenartige Gebilde allerdings schon viel Länger. Ein Beispiel hierfür sind rankende Pflanzen oder das Horn eines Markhor. Letztere wird nicht umsonst auch Schraubenziege genannt.

Schrauben können sich selbstständig lösen

Mit der Zeit kann es vorkommen, dass sich festgesetzte Schrauben wieder lösen. Ursachen dafür sind Schwingungen, Vibrationen und auch Korrosion. Um dem entgegenzuwirken gibt es spezielle Bau- und Formelemente sowie Klebstoffe die man bei der Verschraubung mit einsetzen kann um diese zusätzlich zu sichern.

Schrauben nachziehen

Es gibt Verschraubungen die man zwingend nachziehen sollte. Dazu gehören nicht unbedingt Schrauben die den Schrank zusammenhalten, sondern diejenigen an denen Leib und Leben hängen. Bestes Beispiel hierfür sind Radschrauben die bei der Montage beim Reifenwechsel festgezogen werden. Diese muss man nach ca. 50 bis 100 Kilometer Fahrleistung noch einmal nachziehen. Behilflich dabei sind Drehmomenten-Schlüssel oder Aufsätze die man in einem Knarrenkasten wiederfindet.

Schrauben fetten? Macht das Sinn?

Eine Schraube zu fetten, erscheint im ersten Augenblick wahrscheinlich unsinnig, sollen Verschraubungen doch feste Verbindungen herstellen und nicht durch Fettung leicht lösbar werden. Es gibt allerdings durchaus Anwendungsbereiche wo es Sinn macht die Schraube in Kombination mit Fett einzuschrauben. Getan wird das beispielsweise im Fahrradbereich, wo das das einfressen von Schrauben verhindert werden soll. Auch im KFZ Bereich gibt es stimmen die für das einfetten von Schrauben sprechen. Allerdings sollte man beachten, dass die Schrauben dadurch auch leichter von selbst lösen können. Die Vibrationen des Motors könnten die Schrauben so mit der Zeit stück für stück heraustreiben.

Belastungsgrenze

Die Hauptaufgabe von Schrauben ist das fixieren und halten von Dingen. Daher ist es wichtig zu wissen, welche Belastungsgrenze eine Schraube hat. Nun gibt es allerdings tausend verschiedene Schraubentypen, die speziell für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche hergestellt sind. Dabei werden auch verschiedene Materialien verwendet und Produktionsverfahren angewendet. Eine Pauschalisierung über die Belastungsgrenze ist daher nicht möglich. Aus diesem Grund ist immer der Herstellerhinweis zu beachten. Denn die Hersteller haben ihre Schrauben auf Belastung getestet und können hier die zuverlässigsten Aussagen zu treffen.

Was sagt die Zukunft?

Tatsächlich zeichnet es sich ab, dass in der Zukunft weniger Schrauben verwendet werden. Schon heute gibt es Hersteller, die ihre Möbel so konzipieren, dass diese ausschließlich mit Magneten und Klebstoffen zusammengehalten werden. Doch aussterben wird die Schraube nicht, da brauch man sich keine Sorgen machen. Gerade für hoch belastbare Einsatzgebiete gibt es momentan keine Alternative zu Schrauben.



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